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Rennrad Zubehör Guide: Das brauchst du wirklich

Gerade Anfängern dürfte es schwer fallen, bei den Massen an Rennrad-Zubehör und Equipment den Überblick zu behalten und sich auf das zu konzentrieren, was für den Anfang wirklich notwendig ist. Um dir eine bessere Übersicht zu geben über das Rennrad-Zubehör, das du wirklich brauchst und jenes, das auch nicht ganz so schlecht zu haben wäre, haben wir alles in die Kategorien „Basics“„Nice-to-Have“ und „Für Profis und Schrauber“ einsortiert.


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Keine Ahnung, was für ein Bike das richtige ist?

Du hast keine Ahnung, wo du auf deiner Suche nach deinem neuen Fahrrad anfangen sollst? Dann frage einfach unseren BikeBerater – finde jetzt in vier einfachen Schritten dein neues Traumrad.


Die Basics

Helm

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Ohne einen passenden Helm solltest du nie aufs Fahrrad steigen, auf ein Rennrad schon gleich gar nicht. Rennräder können gar nicht anders, sie werden schnell. Sehr schnell. Und je größer die Geschwindigkeit wird, desto größer wird auch das Unfallrisiko. Daher brauchst du einen geeigneten Fahrradhelm. Alles was du über Fahrradhelme wissen musst, findest du in unserer riesigen Helmkaufberatung. Was wir dir hier schon einmal verraten können ist, dass es für Rennradler spezielle Helme gibt, die zum Beispiel an die stark gebeugte Körperhaltung angepasst sind. Sie verzichten auf ein Schild, denn das würde das ohnehin eingeschränkte Gesichtsfeld weiter verkleinern. Rennradhelme sind natürlich aerodynamisch optimiert und gut belüftet. Außerdem werden sämtliche neuen Technologien integriert, die den Kopf bei einem Aufprall schützen, einwirkende Kräfte umleiten und so dein Leben retten können.

Hier sind ein paar wichtige Punkte, die du bei der Anschaffung eines Helms beachten solltest:

  • Belüftung: Nur ein ausreichend belüfteter Helm hilft dir dabei einen kühlen Kopf zu bewahren. Luftkanäle leiten die Luft über die Kopfhaut hinweg, so sorgt der Helm an heißen Tagen für ausreichend Durchzug. Moderne Helme bieten die Möglichkeit, diese Kanäle ganz nach Bedarf zu öffnen oder zu verschließen.

  • Gewicht: dünnere Halteriemen und leichtere Materialien machen vor allem Rennradhelme leicht, leichter, am leichtesten...unter 200g sind möglich. Hier gilt die Faustregel: je teurer, desto leichter.

  • Aerodynamik: in den letzten Jahren wurde gnadenlos in Sachen Aerodynamik verbessert, auch die Helme blieben nicht verschont. Wenn du neue Geschwindigkeitsrekorde aufstellen willst, solltest du in einen aerodynamisch optimierten Helm investieren. Die meisten dieser Rennradhelme verzichten auf Belüftungsschlitze. Eine glatte Oberfläche und ein langgezogener Hinterkopf reduzieren die Angriffsfläche für den Luftwiderstand.

  • Sicherheit: Du solltest beim Helmkauf auf die Prüfsiegel der deutschen oder europäischen Testinstitute achten. TÜV oder CE-Plaketten garantieren dir, dass dein Helm aktuellen Sicherheitsstandards entspricht. Eine technische Innovation die Helme sicherer macht ist MIPS. Bei Helmen mit MIPS werden einwirkende Kräfte effizient über eine möglichst große Fläche verteilt, in Klartext: wenn der Kopf bei einem Sturz aufprallt, wird der Schlag auf den ganzen Helm verteilt. So wird eine schwere lokale Verletzung vermieden.

  • Passform: Nur ein passender Helm kann dich optimal schützen. Die Form und Größe der Schale sind hier ausschlaggebend, ein verstellbares Innenleben und ein Riemensystem, das an den Kopf angepasst werden kann, sind für eine gute Passform wichtig.

  • Außerdem wichtig: mit der Zeit macht es sich bezahlt, wenn die Polsterung des Helms bequem und waschbar ist. Einfach zu bedienende Ventilationsschieber und Verschlüsse sind hilfreich. Grelle Farben und reflektierende Elemente erhöhen deine Sicherheit.

Rennrad Helme von Top-Marken

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Schuhe

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In Sachen Rennrad-Schuhe entscheidest du selbst, ob du ohne nicht auf Rad steigen kannst oder ob die Anschaffung etwas warten kann. Wenn du Klick-Pedalen fahren willst, wird dir nichts anderes übrigbleiben – du musst auch in die passenden Schuhe investieren. Auf Flat-Pedalen kannst du in deinen alten Turnschuhen loslegen. Wenn du gerade erst in den Radrennsport einsteigst, sind Flats und Sneaker völlig legitim. Aber wenn du erst mal so richtig auf den Geschmack gekommen bist, wirst du wahrscheinlich schnell umsteigen auf enganliegende, aerodynamische Schuhe mit versteifter Sohle, die an den Pedalen einrasten und dir zu Höchstleistungen verhelfen. Wir haben eine Menge Rennradschuhe für dich. Du findest Fahrradschuhe und Rennradschuhe auf BikeExchange, bei den entsprechenden Produktkategorien kannst du auch alles Wissenswerte nachlesen.

Bei der Anschaffung von Rennradschuhen solltest du folgendes beachten:

  • Größe: Leicht, schnell, bretthart. Klar, all das muss ein perfekter Fahrradschuh sein. Aber in erster Linie muss er passen. Manche Fabrikate gibt es in halben Größen und unterschiedlichen Weiten und Breiten. Online-Größentabellen zu wälzen ist schön und gut, aber gerade beim Schuhkauf geht absolut nichts über den Gang in den nächsten Fahrradladen.

  • Passform: Generell werden Fahrradschuhe eher enganliegend getragen. Vor allem an der Ferse sollten sie wie eine zweite Haut anliegen. Aber auch wieder nicht zu eng, taube Stellen sind ein sicheres Zeichen dafür, dass die Schuhe zu klein sind. Um herauszufinden, welcher Schuh in welcher Größe und welcher Passform dir passt, solltest du verschiedene Modelle anprobieren. Du bekommst Schuhe für schmale oder breite Füße. Oder vorne eher breit und hinten eher schmal. Oder umgekehrt.

  • Klicksysteme: Damit du Pedale mit Klicksystem fahren kannst, brauchst du spezielle Fahrradschuhe, die auf der Sohle eine Metallplatte eingearbeitet haben, die an den Pedalen einrastet. Sie ermöglichen effiziente Kraftübertragung vom Schuh auf die Pedale. Während bei Rennradsystemen die Platten mit drei Schrauben an den Schuhen befestigt werden, und so eine möglichst große Angriffsfläche bieten, haben Mountainbike-Klickis nur zwei Schrauben, denn die Platten müssen regelmäßig abgebaut werden, damit du die Reste des Trails aus dem Hohlraum putzen kannst. Welches System dir lieber ist, entscheidest du selbst - beide sind am Rennrad absolut vertretbar.

  • Verschlusssysteme: Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, deine Rennradschuhe zu verschließen. Gute, alte Klettverschlüsse, Ratschenverschlüsse, oder Boa-Verschlüsse – alles hervorragende Methoden, mit denen du den Schuh sicher und bequem an den Fuß anpassen kannst. Aber wir beobachten auch wieder mehr und mehr Schnürsenkel auf dem Markt.

  • Belüftung: Ähnlich wie dein Kopf unter dem Helm, brauchen auch deine Füße in den Fahrradschuhen frische Luft. Vielleicht noch etwas dringender, denn ein gewisses Geruchsentwicklungspotential ist gegeben...Aber nicht nur olfaktorische Gründe machen es nötig, dass deine Schuhe an deine Füße, deine Klimazone und die Jahreszeit angepasst sind. Zu viel kalte Luft sorgt für kalte Füße. Unangenehm, außerdem steigt bei kalten Muskeln die Verletzungsgefahr drastisch an. Überhitzte Füße wiederum schwellen an, dann drückt schnell der Schuh und es kommt zu Scheuern und Blasenbildung. Die Belüftungsöffnungen sind meist ganz unten am Schuh und im Zehenbereich zu finden.

  • Versteifte Sohlen: Günstigere Rennradschuhe haben meist steife Nylonsohlen, teurere Modelle haben eine steife und federleichte Carbonplatte in die Sohle eingearbeitet. Je steifer die Sohle ist, desto mehr von deiner Tretleistung kommt auf dem Asphalt an. Zu steife Sohlen empfinden viele Fahrer aber als unbequem. Du solltest die Schuhe daher unbedingt ausgiebig anprobieren, probelaufen und dich in Artikeln oder bei erfahrenen Rennradfahrern informieren.

Flaschenhalter

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Auch hier entscheiden deine Vorhaben darüber, wie dringend du eine mobile Wasserversorgung brauchst. Und vor allem darüber, wie groß die Wasserreserven für unterwegs ausfallen müssen. Viele Rennräder haben am Rahmen von Natur aus eine Halterung für Wasserflaschen. Oder sogar gleich zwei. Wenn das nicht der Fall ist, kannst die Halterungen nachträglich anbauen, wenn die nötigen Aufnahmen für die Schrauben schon vorhanden sind. Sollte es keine geben, kannst du auf Halterungen mit Klettverschlüssen zurückgreifen, aber wirklich stabil ist diese Lösung nicht. Du findest die Halterungen auch häufig unter der englischen Bezeichnung „Cage“, sie sind aus Kunststoff, Alu, Stahl oder Carbon, entsprechend groß ist auch die Preisspanne. Flasche und Halterung sollten auf jeden Fall zusammenpassen, eine zu große Flasche verbiegt den Halter, ein zu großer Halter kann ungeplanten Flüssigkeitsverlust zur Folge haben. Vorsicht ist geboten, wenn du ein Bike mit empfindlichem Carbonrahmen fährst. Dann solltest du immer bei einem Fachmann nachfragen, bevor du irgendwelche Teile an den Rahmen anbaust.

Um Gewicht zu sparen sind die Flaschen meist aus lebensmittelechtem Kunststoff. Achte darauf, dass alle Teile gut gereinigt werden können, am besten in der Spülmaschine. Eine große Öffnung hilft dabei und macht die Flasche leicht befüllbar. Ein Trinkverschluss, der sich unterwegs einfach benutzen lässt, vermeidet unplanmäßige Pausen oder Schlingerfahrten. Die Kapazität deiner Flüssigkeitsvorräte hängt davon ab, wie groß deine Touren-Pläne sind. Von kleineren Flaschen mit 500ml Wasser bis hin zu Trinkrucksäcken mit einer Wasserblase, die mehrere Liter Wasser aufnimmt, sind hier kaum Grenzen gesetzt.

Bekleidung

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Einen Rennradfahrer erkannt man auch ohne sein Bike. Die Kleidung ist einfach speziell. Hauteng, glatt, mit einem eingebauten Polster am Hintern. Die meisten Kleidungsstücke für Rennradfahrer sind außerdem knallbunt, damit du nicht übersehen wirst. Fashionawards gewinnst du damit vielleicht nicht, aber funktionell ist die Rennrad-Bekleidung auf jeden Fall. Funktionsoberbekleidung ist atmungsaktiv, sie wirkt temperaturausgleichend und verhindert übermäßiges Schwitzen oder gesundheitsschädliches Auskühlen, dafür sorgen die speziellen Eigenschaften von Spandex, Lycra, Elasthan und Co. Außerdem sind diese Stoffe dehnbar, so kommt es nicht zu Scheuerstellen und Abschnürungen. Eng und glatt ist Rennradbekleidung übrigens der besseren Aerodynamik wegen. Für den Anfang brauchst du eine Hose mit Pad, denn Rennradsättel sind meistens völlig ungepolstert, ein schmerzendes Heck wäre vorprogrammiert. Den Rest der Kleidung kannst du nach und nach sammeln. Falls du unabhängig von Wetter oder Jahreszeit auf dein Rennrad steigst, solltest du angemessen gekleidet sein, denn völlig durchweicht oder komplett durchgefroren leidet nicht nur deine Performance, auch deine Gesundheit wird es dir danken, wenn du dafür sorgst, dass du warm und trocken bleibst.

Diverse FahrradjackenWindjacken oder Regenjacken beispielsweise, machen dich wetterunabhängig, zumindest wenn Wind und Regen dein Gegner sind. Für die kalte Jahreszeit gibt es eine Menge Thermo-Fahrradbekleidung, Thermounterwäsche, Überschuhe, Handschuhe, helmkompatible Mützen, und sogar Sturmhauben.

Riesige Auswahl an Fahrradbekleidung

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Pumpe

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An der frischen Luft bewegst du dich ohnehin? Klar, aber auch deinen Reifen darf die Puste nicht ausgehen. Gegen schlappe Reifen hilft nur ein sehr wichtiges Rennrad Gadget - eine gute Luftpumpe. Wie viel Druck deine Reifen brauchen, um optimal zu rollen, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Die Hersteller der Schläuche geben Empfehlungen, außerdem solltest du dein Gewicht und die Straßenbeschaffenheit mit bedenken. Als Faustregel gilt: weniger Druck in den Reifen federt, generiert aber mehr Rollwiderstand, dein Rennrad fährt dadurch schwerer. Mehr Druck macht das Fahrrad bockiger, dafür schneller.

Wir empfehlen ein Zwei-Pumpen-System:

  • Eine Doppelhub-Standpumpe

     

    mit der du daheim dein Rennrad, die Bikes der Familie, der ganzen Nachbarschaft, Planschbecken und sämtliche Fußbälle im Handumdrehen prall machst. Ein Manometer ist wichtig, denn es zeigt dir an, ob der Druck reicht oder ob du noch etwas weiterpumpen musst.

  • Eine Minipumpe

     

    hilft bei Druckverlust auf der Tour. Für den Fall, dass der Reifendruck unterwegs angepasst werden muss oder du einen Platten eingefahren hast, solltest du immer eine handliche Fahrradpumpe im Kleinformat bei dir haben. Diese Minipumpen bekommst du mit Handbetrieb, mit CO2-Kartuschen oder mit einer Kombination aus beidem. Nur mit CO2-Kartusche solltest du dich nicht auf den Weg machen, denn die sind nach einer Benutzung unbrauchbar, eine Kombi-Pumpe hilft ab dem zweiten Plattfuß. Auch die Minipumpen bekommst du mit einer Druckanzeige.

  • Achte beim Kauf deiner Pumpen darauf, dass sie mit unterschiedlichen Ventilen zusammenarbeiten. Vor allem wenn sich in deinem Haushalt unterschiedliche Bikes tummeln, kann das sehr nützlich sein.

Fahrradbrillen

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Du bist mit dem Rennrad einfach viel zu schnell. Sich in Sicherheit zu bringen – das gelingt so mancher armen Mücke nicht rechtzeitig. Für deinen klaren Durchblick ist eine Schutzbrille wichtig. Falls du ein Schönwetterradler bist, brauchst du außerdem eine Rennrad-Sonnbrille. Führt kein Weg vorbei dran. Wir haben eine erstklassige Auswahl an Fahrradbrillen. Du solltest beim Helmkauf unbedingt darauf achten, dass die Bügel der Fahrradbrille bequem unter dem Helm Platz finden. Brillen für Rennradpiloten sind besonders leicht. Außerdem gibt es sie mit austauschbaren Gläsern, so hast du die Wahl zwischen getönten Gläsern bei Sonne und klaren Gläsern bei bewölktem Wetter. Außerdem gibt es Modelle, die die Luftzirkulation unterbrechen. Wenn dir schnell die Augen tränen bei Kälte oder hohen Geschwindigkeiten, schaffen diese Brillen Abhilfe. Wenn du dazu neigst stark zu schwitzen und deine Brille deshalb oft beschlägt, brauchst du hingegen eine gut belüftete Brille. Die meisten Sportbrillen schützen deine Augen selbstverständlich vor UV-Strahlung, es gibt außerdem polarisierte Gläser, Gläser, die die Kontraste in der Umgebung verstärken und selbsttönende Gläser, die sich automatisch an die Lichtverhältnisse anpassen.

Rennradbrillen

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